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Paleo und die Macht der Gedanken…

Paleo und die Macht der Gedanken…

Jubel, Trubel, Heiterkeit… schön wär’s .. zu oft ist es eher Trubel, grübel, Stress macht sich breit. In unserem ewig routinierten Alltag ist es manchmal nicht leicht Land zu sehen, und wenn was außer der reihe passiert, erschwert es uns zu oft den Ablauf, anstatt eine willkommene Erfrischung darzustellen.

Wir sind heutzutage derart beschäftigt, haben so viele Einflüsse, die von außen auf uns einwirken, ganz zu schweigen von der Überforderung durch soziale Medien, deren Anziehungskraft uns geradezu verschlucken kann, dass es fast unmöglich erscheint wirklich mal zur Ruhe zu kommen, oder sogar heraus zu finden was wir wirklich wollen und die Energie zu finden es umzusetzen. Wie schnell erwischen wir uns schon gar nicht mehr dabei während wir immer mehr negative Gedanken haben, uns überfordert fühlen und letztlich innerlich, dann äußerlich auf der strecke bleiben.

Zwei einfache, aber wirksame Prinzipien möchte ich heute teilen, die mein Leben sehr vereinfachen, und in mir Raum schaffen, den Überblick zu bewahren und mich selbst wahrzunehmen.
Das erste Prinzip besteht ganz einfach darin, ganz das zu tun was ich gerade tue. Das heißt, einer Sache nach der anderen nachzugehen, mich ganz darauf einzulassen was ich gerade tue.
Wenn wir immer damit beschäftigt sind an was anderes zu denken, etwas anderes zu planen, schnell woanders hin zu wollen, dann sind wir bei dem was wir eigentlich gerade tun unkonzentriert, weil wir uns dem nicht wirklich widmen. Gleichzeitig erfüllt uns das was wir tun auch nicht wirklich, weil wir nur teilweise anwesend sind. Es ist egal ob das was wir tun beruflichen Inhalt hat, alltäglich verpflichtend ist, oder ob es das ist was wir, unserer Meinung nach, aus Lust und freien Stücken tun. Wir haben entschieden das zu tun was wir tun, und wir tun gut daran es ganz zu tun. Nur wenn wir uns wirklich darauf einlassen, können wir aus den scheinbar letzten Aufgaben einen emotionalen Gewinn erzielen.

Die Sache, wie ich es sehe, ist die, der Jäger und Sammler, der wir im Grunde unseres Seins immer noch sind, hatte klar gesteckte Aufgaben und Tätigkeiten, die seinen Tagesablauf bestimmten. Ein Mann auf der Jagd war auf der Jagd. Er musste in höchster Konzentration für Nahrung sorgen und dabei auf sich, seine Gefährten und seine Umgebung achten. Er überlegte sich nicht die ganze Zeit wie er seinem Chef was recht machen sollte, was er eigentlich nicht wollte, oder dass er lieber einen anderen Job hätte. Die Frau, die sammelte ging mit anderen Frauen sammeln, wahrscheinlich waren auch Kinder dabei. Sie musste auf sich, ihre Umgebung, und mit den anderen Frauen auf ihre Kinder achten. Ich bin sicher dass auch damals Mensch an den Partner dachte, oder Sorgen hatte wenn ein geliebter Angehöriger verletzt oder krank war. Verluste und Schicksalsschläge sind für Menschen nun mal das was sie sind. Aber Unser System kann sehr gut mit einem wechselnden Ablauf von Nahrungssuche, Zubereitung, gemeinsam essen, feiern, erzählen, spielerisch sich messen und begegnen umgehen. Heute haben wir allerdings unendlich viel gleichzeitig laufen, und das gilt es zu entschleunigen, zum Beispiel in dem wir uns daran erinnern eins nach dem anderen zu tun.
Arbeit ist Arbeit. Zeit mit Familie ist Zeit mit Familie. Nahrung zu sich nehmen ist Energie zu sich nehmen, und sollte uns nähren und nicht voller anderer Gedanken und Sorgen sein.

Das zweite Prinzip ist das des positiven Denkens, bzw. des für sich selbst förderlichen Denkens. Das können wir üben. Wir können üben uns zu beobachten und zu hinterfragen, damit wir uns dabei erwischen wenn wir wieder an uns zweifeln, oder uns unzufrieden grämen, während wir das tun was wir tun. Eine Technik die ich mir angewöhnt habe ist es positive Affirmationen anzuwenden.

Eine Affirmation die ich mir zu eigen gemacht habe verwende ich immer dann, wenn ich mich dabei erwische das ich innerlich in Alltagssituationen überreagiere, ob im Beruf, im Verkehr oder in welcher Situation auch immer. Dann gehe ich kurz in mich und spüre meiner Herzkraft nach und sage mit einem Lächeln: „Ich bin besser als das!“, das bezieht sich nicht auf mein Gegenüber, sondern auf meine negative Reaktion. Dann kann ich für gewöhnlich über die Situation lächeln oder lachen und die Energie ist gelöst.

Das andere was ich mir angewöhnt habe ist mindestens fünf Mal die Woche morgens 5-10 Minuten zu meditieren. Ich setze mich gerade hin, atme langsam und tief und visualisiere und spüre wie mein Körper durchflutet ist mit Licht, das von oben in mich reinfließt. Dann ziehe ich diese Energie nach und nach aus meinen Gliedmaßen in meine Wirbelsäule und konzentriere sie dort. Wenn ich sie da konzentriert habe arbeite ich mit Affirmationen. Dabei spreche ich innerlich die Affirmation aus und visualisiere mich in Aktivsituationen die der Affirmation eine klare Richtung und Kraft geben. Dabei ist es essentiell Emotion zu erzeugen, die der visualisierten Situation Energie einimpft. Würde ich zum Beispiel „Ich lebe meine Leidenschaft!“ als Affirmation verwenden, sehe ich mich dabei wie ich leidenschaftlich das tue wofür ich wirklich brenne. Dabei erinnere ich mich bewusst an das erhebende Gefühl was ich habe wenn ich genau das tue, oder fühle die Euphorie und die Erfüllung die ich haben werde wenn ich das tue und lebe.
Das Visualisieren gibt dem Unterbewussten eine klare Definition was mit der Affirmation gemeint ist, und die gefühlte Emotion gibt dem ganzen Energie, damit etwas in Bewegung kommen kann.
Ich treibe das einige Minuten lang bevor ich meine Energie wieder aus meiner Mitte in meine Gliedmaßen lasse, damit die Energie meines täglichen Tuns von dieser Affirmation gespeist ist.

Wenn ich im Tagesablauf an meine Affirmation denke, brauche ich sie nur zu denken oder auszusprechen, und sie ist an den Inhalt, die Energie und das Erleben meiner Morgenmeditation geknüpft.
Automatisch treffe ich den Tag über eher Entscheidungen die meine Affirmation unterstützen, als Entscheidungen, die im Konflikt sind. Dadurch nähere ich mich immer mehr meinem größeren Ziel, und nehme Möglichkeiten wahr, die mich weiterbringen.

Get outside and move to your roots!
wild-horse 01/2018

wild-horse

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